Verfasst von: ruediger maresch | 8. Oktober 2010

Am Sonntag Grün Wählen

Damit sich in Wien endlich etwas verändert,

damit Umweltschutz einen echten Stellenwert bekommt

am Sonntag Grün wählen.

Im Wahlkampffinale möchte ich an vier Beispielen zeigen, warum Wien zur Zeit leider weit davon entfernt ist, eine Umweltmusterstadt zu sein. Ich glaube allerdings, dass Wien tatsächlich Umweltmusterstadt werden kann.

Es ist möglich, dass Wien aus der Verwendung von fossilen Energieträgeren und der Verwendung von Atomstrom aussteigt,

es ist möglich, dass die Luftqualität in Wien besser wird, sodass sie den EU-Vorgaben entspricht und

es ist möglich dass Wien grüner wird, zur Erhöhung der Lebensqualität und zur Abmilderung der Folgen des Klimawandels.

All das wird aber nur mit starken Grünen im Wiener Gemeinderat und Landtag gelingen. Die SPÖ hat in den letzten Jahren immer mehr gezeigt, dass sie die Umweltmusterstadt herbeireden will, aber nichts dafür macht, dass es tatsächlich so wird.

Entgegen den Aussagen von Bürgermeister Häupl verdient Wienenergie mit Atomstrom

Entweder es wird Atomstrom mit zugekauften Zertifikaten reingewaschen oder die Wienenergie verkauft über eine Tochter direkt Atomstrom:

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20101007_OTS0261/gruene-wien-falsches-spiel-von-haeupl-ueber-atomstrom-in-wien

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20101007_OTS0148/brunner-landesenergieversorger-verkaufen-atomstrom-als-oekostrom
http://derstandard.at/1285200218742/Etikettenschwindel

http://derstandard.at/1285200206030/Oekostrom-zum-Teil-nur-auf-dem-Papier-gruen

Am 17.9.2010 berichtetet die „Kronenzeitung“ dass Wien Solarstadt werden soll

Tatsächlich ist Wien allerdings bei der Solarförderung das Schlusslicht aller Bundesländer, http://kurier.at/nachrichten/wien/2034413.php und die Förderung für Fotovoltaikanlagen ist in Wien besonders schlecht weil im Gegensatz zu anderen Bundesländern die Bundesförderung von der Landesförderung abgezogen wird. Wie eine Solarstadt damit vereinbar sein soll, dass in Wien bald ein riesiges neues Gaskraftwerk von Wienenergie gebaut wird (die Bewilligungen dafür wurden bereits erteilt) ist völlig unverständlich und auch das Wiener Klimaschutzprogramm ist gescheitert, http://wien.gruene.at/2009/12/18/die-wiener-klimaschutzpolitik-ist-gescheitert.

Feinstaubproblem

Die Feinstaubgrenzwerte werden in Wien bei weitem überschritten, Wien hat heuer den traurigen Rekord „geschafft“ die österreichische Stadt mit der bei weitem höchsten Feinstaubbelastung zu sein, http://www.umweltbundesamt.at/umweltsituation/luft/luftguete_aktuell/ueberschreitungen/. Die EU-Vorgaben werden missachtet, wirksamen Maßnahmen wurden bisher keine gesetzt, http://wien.gruene.at/ots/2010/09/30/feinstaub-eu-klage, http://wien.gruene.at/2010/03/23/feinstaubbilanz.

Dachbegrünung in Wien

Das Kontrollamt hat 2009 einen vernichtenden Bericht über die Dachbegrünung in Wien erstellt. Von 2003 bis 2008 wurden in Wien lediglich 108 Dachbegrünungsförderungen in Wien gewährt. Diese Bilanz ist mehr als ernüchternd und bestätigt die seit langem geäußerte Kritik der Grünen. Das Kontrollamt zeigt auch auf, woran es überall mangelt:

Es fehlt eine auf das Thema ausgerichtete Werbestrategie, die finanzielle Obergrenze für die Förderung ist viel zu niedrig, die Fördermittel werden zweckwidrig, etwa für die Errichtung von nicht begrünten Projektteilen oder für Ersatzpflanzungen verwendet, es erfolgt keine Kontrolle der Maßnahmen, die Vorbildwirkung der Stadt fehlt, weil die eigenen Projekte nicht begrünt werden und die Magistratsabteilungen arbeiten nicht in der notwendigen Art und Weise zusammen.

Tatsächlich ist das Potential in Wien groß. Bei der Bepflanzung aller vorhandenen Flachdächer könnte in Wien eine zusätzliche Grünfläche geschaffen werden, die doppelt so groß wie die Donauinsel. Die Vergrößerung des Grünraums in Wien ist zur Abmilderung der Auswirkungen des Klimawandels ebenso notwendig wie für eine bessere Lebensqualität in der Stadt. Mit Simas geförderten 18 Dachbegrünungen pro Jahr, können die vorhandenen Grünraumpotentiale allerdings erst in hunderten Jahren realisiert werden, http://wien.gruene.at/ots/2010/03/16/dachbegruenungen,

Kontrollamtsbericht: http://www.kontrollamt.wien.at/berichte/2009/lang/04-08-KA-III-42-1-10.pdf


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