Verfasst von: ruediger maresch | 28. September 2011

Tempo 30 – Es geht um die Verkehrssicherheit

Tempo 30 in allen Wohngebieten in Wien wird Realität

Wien ist eine der verkehrssichersten Städte Europas – nicht zuletzt die massive Ausweitung von Tempo 30 – Zonen in den letzten Jahren hat dazu geführt. Die Gewährleistung der Verkehrssicherheit hat für uns oberste Priorität. Jede/r Verletzte oder Tote/r im Straßenverkehr ist eine/r zu viel! Das wird doch wohl ein jede/r einsehen.

Tempo-30-Zonen sind ein wichtiger Beitrag zur Verkehrsberuhigung und zur weiteren Erhöhung der Verkehrssicherheit. Bereits im Verkehrskonzept der Stadt Wien aus dem Jahr 2003 (also noch unter einer SPÖ-Alleinregierung) hat sich die Stadt Wien zum Ziel gesetzt, alle Wohngebiete Wiens zu Tempo-30-Zonen zu machen. Von der Regelung ausgenommen sind Straßen mit erhöhter Verkehrsbedeutung (Autobahnen, Schnellstraßen, Bundesstraßen und Hauptstraßen, das sind ca. 25% des Wiener Straßennetzes). Genau das steht nun wieder im rotgrünen Koalitionspapier drinnen und ist damit keine echte Neuerung. Weit mehr als die Hälfte der Wohngebiete sind bereits jetzt Tempo 30 – Zonen.

Tempo 30 für den Autoverkehr bringt viele Vorteile

  • Die Geschwindigkeit der Fahrzeuge in diesen Zonen ist deutlich geringer. Dies trägt zu einer reduzierten Belastung der Anrainerinnen und Anrainer in den Wohngebieten bei und erhöht die Verkehrssicherheit (zum Beispiel Reduzierung des Anhalteweges von 40 Metern bei 50 Stundenkilometern, auf 18 Metern bei 30 Stundenkilometern).
  • Untersuchungen haben ergeben, dass die Geschwindigkeiten um zirka acht Prozent reduziert wurden. In Tempo-30-Zonen zeigt sich eine Verringerung der Unfälle mit Personenschäden und eine Reduzierung der Unfallschwere. Selbst wenn sich nicht alle AutofahrerInnen vollständig an Tempo 30 halten.
  • Weiters bietet das geringere Geschwindigkeitsniveau günstige Voraussetzungen für sicheres Radfahren im Mischverkehr.
  • Nicht zuletzt ist bei geringeren Geschwindigkeiten auch das Abrollgeräusch der Räder geringer, was zu einer Verringerung der Lärmbelastung von AnrainerInnen führt (- 1,4 dB).
  • Geringerer Stickoxid-Ausstoß.

Auf die Gesamtreisezeit wirken sich Tempo 30 – Zonen in Wohngebieten zeitlich nur geringfügig aus. Deswegen sehen wir auch keinen großen Nachteil für  AutofahrerInnen.
Die Lebensqualität der AnrainerInnen wird allerdings beträchtlich erhöht.


Antworten

  1. Als Umweltsprecher der GRÜNEN sollten Sie sich auch massiv gegen die Errichtung einer neuen Verkehrshölle aussprechen. Direkt im Wiener Grüngürtel, am Gelände des Otto Wagner Spitals, entstehen bis zu 1.000 Wohnungen und damit wohl auch täglicher Verkehr mit 1.000 Autos, die täglich den Berg rauf und runter rollen. Tempo 30 Taferln werden dann dort nicht notwendig sein, weil ohnehin alles im Stau steht.

    Dass die Bauträger VAMED und GESIBA nicht an der wenig Gewinn versprechenden Gesamtsanierung des Baujuwels interessiert sind, scheint klar zu sein. Darum wird filetiert, Bäume umgeholzt, Wiesen verbaut (etwa der derzeitige Fußballplatz), alles im Einklang mit der Stadtpolitik.

    Ich bin schon sehr gespannt, wie die Wiener Grünen das “Verkehrskonzept” der Bauträger beurteilen, das gestern präsentiert wurde. 1000 Autos werden sich wohl nicht in Luft auflösen…..


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