Verfasst von: ruediger maresch | 4. Oktober 2014

Einmal etwas anderes zum Tierschutztag

Artenschutz ist für uns Grüne ein wichtiges Thema. Normalerweise stehen Hunde und Katzen im Mittelpunkt des Tierschutztags. Mir erscheint aber auch der Artenschutz in Wien als ein wichtiges Thema. Der übliche Diskurs dabei dreht sich um die Ziesel beim Heerespital, denen es hoffentlich noch lange gutgeht. Wir Grüne haben dafür gesorgt und werden das auch weiter tun.
Auf http://www.wienerwildnis.at/articles/313 findet sich aber ein interessantes Beispiel wie die Errichtung eines BürgerInnensolarkraftwerks dem Artenschutz neuen Raum gibt und gleichzeitig ein Meilenstein für Erneuerbare Energien in Wien sein kann.

Dazu noch ein Film auf Youtube.

Verfasst von: ruediger maresch | 16. Juni 2014

Nachbarschaftsbesuch bei den Grünen in Brno

Die Grünen der Tschechischen Republik sind in Prag und Brünn (Brno) relativ am stärksten vertreten – in Brno hatten sie in den letzten Jahren Wahlergebnisse zwischen 5 und 8% der Stimmen. Im Gemeinderat haben sie 3 Mandate und sind in Opposition. Von 2006 bis 2010 waren sie sogar eine Periode lang in der Stadtregierung und stellten mit Martin Ander den Umweltstadtrat. Seit 2002 gibt es auch eine sehr erfolgreiche grüne Bezirksbürgermeisterin – Jana Drapalova im Bezirk Novy Liskovec. Sie hat sich vor allem bei der Sanierung der Plattenbauviertel und bei Projekten im Bereich Wohnbau breite Anerkennung erarbeitet.

Beim Vortrag am 10. Juni mit dem Brünner Grün-Gemeinderat Martin Ander (links) und Übersetzerin (Mitte).

Beim Vortrag am 10. Juni mit dem Brünner Grün-Gemeinderat Martin Ander (links) und Übersetzerin (Mitte).

Im Herbst 2014 finden wieder Gemeinderatswahlen statt. Aus diesem Anlass luden die Grünen mich und Bezirksrat Gerhard Jordan, den Europareferenten des grünen Rathausklubs, ein, um ihnen einige Anregungen aus dem “rot-grünen Wien” zu liefern.

Die Themen, um die es ging, waren Verkehr, Planung, die Suche nach Standorten für neue Wohnbauten, umgesetzte “Musterprojekte” und die Wohn-Situation an sich.
In einer Präsentation stellten wir einige Eckpunkte unserer Arbeit in Wien vor. Im Anschluss daran ergab sich mit den Anwesenden eine spannende Diskussion. Die Umgestaltung der Mariahilfer Straße und die 365 Euro-Jahreskarte stießen auf besonderes Interesse.

Interessante Diskussion mit tschechischen Grün-AktivistInnen über ähnliche Probleme und Projekte.

Interessante Diskussion mit tschechischen Grün-AktivistInnen über ähnliche Probleme und Projekte.

Das ÖV-Thema ist übrigens in Brno noch aus einem anderen Grund brisant: Seit Jahren versuchen die Großparteien, den Hauptbahnhof aus dem Stadtzentrum weg nach Süden zu verlegen. Dass dies verkehrspolitisch kontraproduktiv ist, sagen nur die Grünen und Teile der Zivilgesellschaft laut und deutlich. Die Grünen sammeln Unterschriften für die Einleitung einer Befragung zu dem Thema. Rund 9.000 haben sie bereits – 20.000 brauchen sie insgesamt. Sollten sie dies rechtzeitig schaffen, dann könnte diese Befragung am Tag der Gemeinderatswahl im Oktober oder November stattfinden.

Wir drücken jedenfalls die Daumen.

Verfasst von: ruediger maresch | 11. Mai 2014

Wien blüht auf, auch im Mintzgarten

Kurz bevor es leider wieder kalt wurde, hatte ich die Freude bei schönstem Sonnenschein einen weiteren durch die Stadt Wien geförderten Gemeinschaftsgarten zu eröffnen – diesmal in der Leopoldstadt im neuen Stadtentwicklungsgebiet Nordbahnhof.

Der schöne Garten befindet sich direkt vor der Campusschule und heisst “Mintzgarten” – er ist nach Fanny Mintz (1892-1944) benannt, die am Nordbahnhof mit einer Straßenbenennung geehrt wird. Sie wurde 1943 vom Nordbahnhof weg ins KZ Theresienstadt deportiert, von dort 1944 ins KZ Ausschwitz gebracht und ist seither verschollen.

Die MintzgärtnerInnen wollen “einen Aktions- und Entspannungsraum für alle bieten, das durch Wohnbau-Monokultur geprägte Grätzel beleben und die interkulturelle Begegnung fördern” Und das schaffen sie ganz eindrucksvoll!

Hier ist das Blog der GärtnerInnen > mintzgarten.wordpress.com

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Ich darf mit Mintzgarten-Gärtnerin Katja Arzberger Bio-Kürbissetzlinge pflanzen :)))

Gemeinschaftsgärten – so geht das

Es gibt mittlerweile übrigens an die 50 solche Gärten in Wien und mein erklärtes Ziel ist diese Zahl bis 2015 noch ordentlich zu steigern. Wer selber gärtnern will: hier erkläre ich wie man zu einem Gemeinschaftsgarten kommt: http://wien.gruene.at/umwelt/gruende-einen-gemeinschaftsgarten

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Verfasst von: ruediger maresch | 30. April 2014

Ziesel weiterhin unter Schutz

Die Ziesel um das Heeresspital im Stammersdorf werden weiterhin streng geschützt.
Foto: Leopold Kanzler
Foto: Leopold Kanzler

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Verfasst von: ruediger maresch | 29. April 2014

Autobahnbau ist Bildungsklau

Heute hat also Finanzminister Spindelegger seine Budgetrede gehalten. Es wird in allen Bereichen gekürzt, es fehlen Mut und Weitblick für die Herausforderungen der Zukunft. Das rot-schwarze Stillstands-Budget ist eine Bankrotterklärung.

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Demo der Plattform “Zukunft statt Autobahn” vor dem Parlament am 29.4.

Aber wird wirklich in allen Bereichen gespart? Natürlich nicht. Erst gestern hat die Asfinag bekannt gegeben, dass sie in den nächsten Jahren wieder vermehrt Geld in den Autobahnausbau pumpen möchte.
Schon klar, diese Kosten sind – noch – nicht maastrichtrelevant, aber die Republik übernimmt dafür die Haftung. Irgendwann müssen wir SteuerzahlerInnen dieses Geld ganz sicher wieder zurückzahlen, spätestens dann belastet es auch das Budget.

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Demo der ÖH vor dem Parlament am 29.4.

Während im Bereich Bildung in den nächsten beiden Jahren 120 Mio.€ gespart werden sollen – mit all den bereits ausführlich diskutierten negativen Auswirkungen auf die Ausbildung unserer Kinder – gehen die internationale Finanzkrise, das Hypo-Debakel & Co. an den Autobahn-Ausbauplänen der Bundesregierung offenbar spurlos vorüber.

1,8 Mrd. € für die Lobauautobahn, 375 Mio.€ für den letzten Abschnitt der A5-Nordautobahn, 300 Mio. € für den westlichen Abschnitt der S8-Marchfeldschnellstraße bis Gänserndorf, 650 Mio.€ für den Westring Linz, 565 Mio.€ für die S7-Fürstenfeldschnellstraße, usw. Alleine diese offiziellen Zahlen (+30% sind realistischer) zeigen ein gewaltiges Sparpotential auf. Und sie zeigen, wo die Prioritäten dieser Bundesregierung liegen: Beim Straßenbau und nicht bei den Kindern. Bei einer Technologie von gestern und nicht in der Zukunft.

Die Proteste der Plattform “Zukunft statt Autobahn” und der ÖH, die heute morgen gegen das Budget protestiert haben sind daher ungeheuer wichtig, damit diese falsche Prioritätensetzung der Bundesregierung immer wieder aufgezeigt und kritisiert wird.

Verfasst von: ruediger maresch | 2. April 2014

Mehr Straßenbahnen für Wien!

Wien wächst jedes Jahr um ca. 25.000 neue BewohnerInnen, die auch verstärkt mit öffentlichen Verkehrsmitteln versorgt werden müssen. Die U5 kann ein Teil davon sein, sie wird aber erst in frühestens 10 Jahren teilweise fertiggestellt werden. Wir brauchen aber jetzt schon bessere Öffis, vor allem in den äußeren Regionen Wiens.

Darum haben wir Grüne ein Tram-Paket präsentiert, das viele Verbesserungen bringt. Das Hauptbahnhof-Viertel soll besser angebunden werden, eine sogenannte “Wienerberg-Tangente” soll den Süden Wiens zwischen Verteilerkreis Favoriten und Meidling besser mit Öffis versorgen und der Nordwestbahnhof, der Nordbahnhof sowie die Seestadt Aspern Süd sollen jeweils mit einer Straßenbahn-Verlängerung erschlossen werden.
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  • Die Linie D soll bis zur Gudrunstraße am Hauptbahnhofareal verlängert werden.
  • Die Linie O soll vom Praterstern ins Nordbahnhofgelände hinein führen.
  • Eine neue Straßenbahnlinie soll die neue U1-Station beim Verteilerkreis Favoriten mit der U6 Philadelphiabrücke verbinden. In erster Ausbaustufe soll sie als Bustrasse geführt werden. Projektname: Wienerbergtangente.
  • Die Linie 67 oder D soll Monte Laa bis zur Siedlung Südost versorgen.
  • Die Linie O, 2, oder 5 soll das Nordwestbahnhofareal erschließen.
  • Die Linie 25 soll bis zur Seestadt Aspern verlängert werden.

Für die Verlängerung der Linie O wird demnächst ein Detailprojekt ausgearbeitet. Für die meisten anderen Linien liegen bereits Machbarkeitsstudien vor oder sind zumindest im Laufen. Die Verhandlungen mit der SPÖ über das gesamte Öffi-Ausbaupaket (U-Bahn, Schnellbahnen und Straßenbahnen) laufen schon ziemlich lange.
Ich bin sehr optimistisch, dass wir bald zu einem für alle zufriedenstellenden Abschluss kommen werden. Die erste neue Straßenbahnlinie wird bereits 2017 fahren.

Verfasst von: ruediger maresch | 26. Februar 2014

„Begehbare Ausstellung“ auf der Fuzo Mariahilfer Straße

Fußgängerzonen gibt es auf der ganzen Welt – und es werden immer mehr, weil die Menschen erkennen, dass Straßen nicht nur zur Abdeckung von Mobilitätsbedürfnissen da sein sollen, sondern auch als Ort der Begegnung von Menschen einen wichtigen Zweck erfüllen können.

Quasi Kunst im Öffentlichen Raum

Quasi Kunst im Öffentlichen Raum

Deshalb habe ich heute mit Georg Willi, dem Verkehrssprecher der österreichischen Grünen eine “begehbare“ Ausstellung auf der Mariahilfer Straße (Ecke Neubaugasse) zu Fußgängerzonen auf der ganzen Welt installiert.

Zur Zeit kleben Fotos von Fußgängerzonen aus Tokio, New York, Paris und vielen anderen Städten auf der Fahrbahn der Fußgängerzone Mariahilfer Straße. Wer schnell ist, kann sich diese Ausstellung noch mit eigenen Augen anschauen.

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Verfasst von: ruediger maresch | 18. Februar 2014

So soll die neue Mariahilfer Straße aussehen

Der junge Internet-Sender Channel VIE hat eine kurze Sequenz über den Mariahilfer Straßen-Umbau gedreht und online gestellt. Darin beantworte ich einige Fragen zur kommunalen Causa prima und auch die interessante Ausstellung über die konkreten Veränderungsabsichten für die Mariahilfer Straße in der Mariahilfer Straße 103 wird präsentiert.

Flaniermeile für Menschen oder Auto-Dauerstau

Flaniermeile für Menschen oder Auto-Dauerstau

In der Ausstellung werden umfangreiche Pläne und Abbildungen zur geplanten Umgestaltung gezeigt: unter anderem das Design der Bänke, der Lampen und der Straßenoberfläche, die Anordnung von Aufenthaltsbereichen und Schanigärten sowie die geplanten gestalterischen Maßnahmen für Menschen mit Mobilitäts- und Sehbeeinträchtigungen.

Die BürgerInnen in Mariahilf und Neubau entscheiden bei der gerade laufenden Abstimmung über die Zukunft der Mariahilfer Straße. Soll sie wieder zur lauten, ungemütlichen, engen Durchzugsstraße werden? Oder soll eine echte, ruhige Flaniermeile im Herzen Wiens entstehen?
Ein NEIN bei der Befragung würde bedeuten, dass es statt Ruhe wieder lauten Verkehr, statt guter Luft wieder Abgase und statt Sitzbänken wieder stauende Autos gibt.

Ich würde mir daher wünschen, dass die BewohnerInnen des 6. und 7.Bezirks mit Blick auf die Zukunft entscheiden.

Verfasst von: ruediger maresch | 12. Januar 2014

AutofahrerInnen profitieren vom Parkpickerl

Was war das für eine – künstliche – Aufregung im Herbst 1012 als das Parkpickerl in den Bezirken 12 und 14-17 eingeführt wurde. Allen voran die ÖVP beschuldigte uns, die AutofahrerInnen ohne Gegenleistung abzuzocken.

In den neuen Parkpickerl-Bezirken ist es jetzt einfacher einen Parkplatz zu finden.

In den neuen Parkpickerl-Bezirken ist es jetzt einfacher einen Parkplatz zu finden.

Dass das überhaupt nicht stimmte, war jedem klar, der sich die Ergebnisse der Vorher-Nachher-Untersuchung anschaute oder einfach nur selbst nach der Einführung des Parkpickerls in den Neo-Pickerlbezirken spazieren ging. Es gab wieder viele freie Parkplätze. Statt im Durchschnitt eine halbe Stunde Parkplatz zu suchen, bekamen die autofahrenden BewohnerInnen dieser Bezirke quasi fast immer einen Parkplatz vor ihrer Haustür – um läppische zehn Euro pro Monat. Ein gutes Geschäft für die AnwohnerInnen, wie ich meine – schon alleine wenn man deren eingesparte Zeit monetär bewertet.

Nun hat auch eine aktuelle Umfrage unter den AutofahrerInnen dieser Bezirke deren Zufriedenheit bestätigt. In allen fünf Bezirken hat der Anteil der Befragten, die angaben, große Schwierigkeiten bei der Parkplatzsuche zu haben, stark abgenommen.
Damit wurde der Erfolg des Parkpickerls einmal mehr bestätigt.

Wenn die BezirksvorsteherInnen der anderen Westbezirke 13,18 und 19 das nicht einsehen wollen und ihre autofahrenden BezirksbewohnerInnen bei ihrer täglichen Parkplatzsuche weiterhin stundenlang im Kreis schicken, dann verstehe ich das einfach nicht. Unser Angebot, dieses Problem durch die Einführung des Parkpickerls in diesen Bezirken (nicht flächendeckend notwendig) zur Zufriedenheit der AutofahrerInnen zu lösen, ist natürlich weiterhin aufrecht.

Verfasst von: ruediger maresch | 12. November 2013

Herbst ist Laubbläserzeit

Spätestens im Oktober beginnt es in Parkanlagen und Gärten in Wien laut zu werden. Laubsauger und Laubbläser kommen zu Einsatz

Laubbläser treiben auch den Energieverbrauch in die Höhe

Laubbläser treiben auch den Energieverbrauch in die Höhe

Gnadenlos wird Staub aufgewirbelt und Lärm gemacht. Der Höllenlärm übertönt den Straßenlärm mit bis zu 105 Dezibel ganz locker und stellt in Wohnsiedlungen eine enorme Belastung dar. Dieselben Geräte sind aber auch neben dem Verkehr mitverantwortlich für herbstliche Feinstaubüberschreitungen. Zudem werden die Nützlinge, die in den Gärten im Laub zu überwintern versuchen, gnadenlos eingesaugt. Seit Jahren verzichtet die MA 42 auf solche Lärmmacher, private Firmen aber auch technoide GartenbesitzerInnen treiben aber weiter ihr Unwesen. Die Steiermark versucht nun auch auf diesem Gebiet die Feinstaubproduktion zu minimieren. Ab Herbst nächsten Jahres soll in Graz und in einigen anderen von Feinstaubüberschreitungen geplagten Orten ein Verbot für solche Geräte erlassen werden.

In Wien ist die Feinstaubsituation, dank der Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung besser geworden. Die Idee ist aber überlegenswert, da der Feinstaub nicht besiegt ist und die Gesundheit der BewohnerInnen Wiens Vorrang hat. Im Übrigen sind der Gebrauch von Besen und Rechen beim Laubeinsammeln auch eine probate Methode.

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