Verfasst von: ruediger maresch | 2. April 2014

Mehr Straßenbahnen für Wien!

Wien wächst jedes Jahr um ca. 25.000 neue BewohnerInnen, die auch verstärkt mit öffentlichen Verkehrsmitteln versorgt werden müssen. Die U5 kann ein Teil davon sein, sie wird aber erst in frühestens 10 Jahren teilweise fertiggestellt werden. Wir brauchen aber jetzt schon bessere Öffis, vor allem in den äußeren Regionen Wiens.

Darum haben wir Grüne ein Tram-Paket präsentiert, das viele Verbesserungen bringt. Das Hauptbahnhof-Viertel soll besser angebunden werden, eine sogenannte “Wienerberg-Tangente” soll den Süden Wiens zwischen Verteilerkreis Favoriten und Meidling besser mit Öffis versorgen und der Nordwestbahnhof, der Nordbahnhof sowie die Seestadt Aspern Süd sollen jeweils mit einer Straßenbahn-Verlängerung erschlossen werden.
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  • Die Linie D soll bis zur Gudrunstraße am Hauptbahnhofareal verlängert werden.
  • Die Linie O soll vom Praterstern ins Nordbahnhofgelände hinein führen.
  • Eine neue Straßenbahnlinie soll die neue U1-Station beim Verteilerkreis Favoriten mit der U6 Philadelphiabrücke verbinden. In erster Ausbaustufe soll sie als Bustrasse geführt werden. Projektname: Wienerbergtangente.
  • Die Linie 67 oder D soll Monte Laa bis zur Siedlung Südost versorgen.
  • Die Linie O, 2, oder 5 soll das Nordwestbahnhofareal erschließen.
  • Die Linie 25 soll bis zur Seestadt Aspern verlängert werden.

Für die Verlängerung der Linie O wird demnächst ein Detailprojekt ausgearbeitet. Für die meisten anderen Linien liegen bereits Machbarkeitsstudien vor oder sind zumindest im Laufen. Die Verhandlungen mit der SPÖ über das gesamte Öffi-Ausbaupaket (U-Bahn, Schnellbahnen und Straßenbahnen) laufen schon ziemlich lange.
Ich bin sehr optimistisch, dass wir bald zu einem für alle zufriedenstellenden Abschluss kommen werden. Die erste neue Straßenbahnlinie wird bereits 2017 fahren.

Verfasst von: ruediger maresch | 26. Februar 2014

„Begehbare Ausstellung“ auf der Fuzo Mariahilfer Straße

Fußgängerzonen gibt es auf der ganzen Welt – und es werden immer mehr, weil die Menschen erkennen, dass Straßen nicht nur zur Abdeckung von Mobilitätsbedürfnissen da sein sollen, sondern auch als Ort der Begegnung von Menschen einen wichtigen Zweck erfüllen können.

Quasi Kunst im Öffentlichen Raum

Quasi Kunst im Öffentlichen Raum

Deshalb habe ich heute mit Georg Willi, dem Verkehrssprecher der österreichischen Grünen eine “begehbare“ Ausstellung auf der Mariahilfer Straße (Ecke Neubaugasse) zu Fußgängerzonen auf der ganzen Welt installiert.

Zur Zeit kleben Fotos von Fußgängerzonen aus Tokio, New York, Paris und vielen anderen Städten auf der Fahrbahn der Fußgängerzone Mariahilfer Straße. Wer schnell ist, kann sich diese Ausstellung noch mit eigenen Augen anschauen.

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Verfasst von: ruediger maresch | 18. Februar 2014

So soll die neue Mariahilfer Straße aussehen

Der junge Internet-Sender Channel VIE hat eine kurze Sequenz über den Mariahilfer Straßen-Umbau gedreht und online gestellt. Darin beantworte ich einige Fragen zur kommunalen Causa prima und auch die interessante Ausstellung über die konkreten Veränderungsabsichten für die Mariahilfer Straße in der Mariahilfer Straße 103 wird präsentiert.

Flaniermeile für Menschen oder Auto-Dauerstau

Flaniermeile für Menschen oder Auto-Dauerstau

In der Ausstellung werden umfangreiche Pläne und Abbildungen zur geplanten Umgestaltung gezeigt: unter anderem das Design der Bänke, der Lampen und der Straßenoberfläche, die Anordnung von Aufenthaltsbereichen und Schanigärten sowie die geplanten gestalterischen Maßnahmen für Menschen mit Mobilitäts- und Sehbeeinträchtigungen.

Die BürgerInnen in Mariahilf und Neubau entscheiden bei der gerade laufenden Abstimmung über die Zukunft der Mariahilfer Straße. Soll sie wieder zur lauten, ungemütlichen, engen Durchzugsstraße werden? Oder soll eine echte, ruhige Flaniermeile im Herzen Wiens entstehen?
Ein NEIN bei der Befragung würde bedeuten, dass es statt Ruhe wieder lauten Verkehr, statt guter Luft wieder Abgase und statt Sitzbänken wieder stauende Autos gibt.

Ich würde mir daher wünschen, dass die BewohnerInnen des 6. und 7.Bezirks mit Blick auf die Zukunft entscheiden.

Verfasst von: ruediger maresch | 12. Januar 2014

AutofahrerInnen profitieren vom Parkpickerl

Was war das für eine – künstliche – Aufregung im Herbst 1012 als das Parkpickerl in den Bezirken 12 und 14-17 eingeführt wurde. Allen voran die ÖVP beschuldigte uns, die AutofahrerInnen ohne Gegenleistung abzuzocken.

In den neuen Parkpickerl-Bezirken ist es jetzt einfacher einen Parkplatz zu finden.

In den neuen Parkpickerl-Bezirken ist es jetzt einfacher einen Parkplatz zu finden.

Dass das überhaupt nicht stimmte, war jedem klar, der sich die Ergebnisse der Vorher-Nachher-Untersuchung anschaute oder einfach nur selbst nach der Einführung des Parkpickerls in den Neo-Pickerlbezirken spazieren ging. Es gab wieder viele freie Parkplätze. Statt im Durchschnitt eine halbe Stunde Parkplatz zu suchen, bekamen die autofahrenden BewohnerInnen dieser Bezirke quasi fast immer einen Parkplatz vor ihrer Haustür – um läppische zehn Euro pro Monat. Ein gutes Geschäft für die AnwohnerInnen, wie ich meine – schon alleine wenn man deren eingesparte Zeit monetär bewertet.

Nun hat auch eine aktuelle Umfrage unter den AutofahrerInnen dieser Bezirke deren Zufriedenheit bestätigt. In allen fünf Bezirken hat der Anteil der Befragten, die angaben, große Schwierigkeiten bei der Parkplatzsuche zu haben, stark abgenommen.
Damit wurde der Erfolg des Parkpickerls einmal mehr bestätigt.

Wenn die BezirksvorsteherInnen der anderen Westbezirke 13,18 und 19 das nicht einsehen wollen und ihre autofahrenden BezirksbewohnerInnen bei ihrer täglichen Parkplatzsuche weiterhin stundenlang im Kreis schicken, dann verstehe ich das einfach nicht. Unser Angebot, dieses Problem durch die Einführung des Parkpickerls in diesen Bezirken (nicht flächendeckend notwendig) zur Zufriedenheit der AutofahrerInnen zu lösen, ist natürlich weiterhin aufrecht.

Verfasst von: ruediger maresch | 12. November 2013

Herbst ist Laubbläserzeit

Spätestens im Oktober beginnt es in Parkanlagen und Gärten in Wien laut zu werden. Laubsauger und Laubbläser kommen zu Einsatz

Laubbläser treiben auch den Energieverbrauch in die Höhe

Laubbläser treiben auch den Energieverbrauch in die Höhe

Gnadenlos wird Staub aufgewirbelt und Lärm gemacht. Der Höllenlärm übertönt den Straßenlärm mit bis zu 105 Dezibel ganz locker und stellt in Wohnsiedlungen eine enorme Belastung dar. Dieselben Geräte sind aber auch neben dem Verkehr mitverantwortlich für herbstliche Feinstaubüberschreitungen. Zudem werden die Nützlinge, die in den Gärten im Laub zu überwintern versuchen, gnadenlos eingesaugt. Seit Jahren verzichtet die MA 42 auf solche Lärmmacher, private Firmen aber auch technoide GartenbesitzerInnen treiben aber weiter ihr Unwesen. Die Steiermark versucht nun auch auf diesem Gebiet die Feinstaubproduktion zu minimieren. Ab Herbst nächsten Jahres soll in Graz und in einigen anderen von Feinstaubüberschreitungen geplagten Orten ein Verbot für solche Geräte erlassen werden.

In Wien ist die Feinstaubsituation, dank der Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung besser geworden. Die Idee ist aber überlegenswert, da der Feinstaub nicht besiegt ist und die Gesundheit der BewohnerInnen Wiens Vorrang hat. Im Übrigen sind der Gebrauch von Besen und Rechen beim Laubeinsammeln auch eine probate Methode.

Verfasst von: ruediger maresch | 7. November 2013

Ja zu einer Begegnungszone in der Habsburgergasse

Die Habsburgergasse ist eine schmale Gasse in der Wiener Innenstadt, die eine wichtige Durchfahrtsroute für Linienbusse, Taxis, Fiaker und Fahrräder darstellt. Gleichzeitig nutzen auch sehr viele FußgängerInnen diese Gasse und auch als Einkaufsstraße ist sie wichtig. Zwar ist die Habsburgergasse bereits teilweise verkehrsberuhigt, dennoch gibt es einige Mängel, unter anderem zu schmale Gehsteige und zu schnelle Taxis.

Die Habsburgergasse wäre ideal für eine weitere Begegnungszone in Wien

Die Habsburgergasse wäre ideal für eine weitere Begegnungszone in Wien

Nun haben die Geschäftsleute der Habsburgergasse eine Initiative gestartet, dass die Habsburgergasse in eine Begegnungszone umgewandelt und umgebaut wird. Ich halte das für eine ausgezeichnete Idee. Eine Temporeduktion und der Wegfall der Gehsteigkanten würde den Aufenthalt für PassantInnen in der Habsburgergasse viel angenehmer machen und die Einkaufsstraße viel attraktiver für EinkäuferInnen. Die Lebensqualität der BewohnerInnen würde steigen. Nicht zuletzt könnte diese Form der Verkehrsorganisation es auch wesentlich erleichtern, dass die Einbahn für RadfahrerInnen in Richtung Michaelerplatz geöffnet wird.

Die Geschäftsleute haben daher eine Petition an den Wiener Gemeinderat gestartet und hoffen darauf, rasch die nötigen 500 Unterschriften sammeln zu können, damit die Petition im Gemeinderatsausschuss behandelt werden kann. Man kann diese Petition online auf der Petitionsplattform unterzeichnen. Oder man druckt sich die Unterschriftenliste aus, unterzeichnet sie auf Papier und schickt sie ausgefüllt an die Geschäftsleute der Habsburgergasse.

Wer im Web auf die Petitionsplattform geht kann bei dieser Gelegenheit übrigens auch gleich die ähnlich gelagerte Petition der Radlobby Wien zur Begegnungszone Habsburgergasse unterzeichnen.

Verfasst von: ruediger maresch | 30. Oktober 2013

Die besten Straßenbahnen für Wien

Heute wurde bekannt, dass die Wiener Linien die Beschaffung von 120 bis 150 Niederflur-Straßenbahnen international ausschreiben werden. Das halte ich für eine gute Idee, denn mehr Vielfalt bei den Straßenbahnen ist sicherlich ein Vorteil für Wien.

In Wien sollen die besten und modernsten Straßenbahnen fahren – zum Vorteil der Fahrgäste. Ob das ein verbesserter ULF oder ein Modell eines anderen Anbieters sein wird, wird sich im Zuge der Ausschreibung weisen.

Wie werden die neuen Trams für Wien wohl aussehen?

Wie werden die neuen Trams für Wien wohl aussehen?

Verfasst von: ruediger maresch | 19. September 2013

ÖVP sagt Ja zu Begegnungszonen

Schön langsam wird es fad. VP-Obmann Jurazcka fordert heute schon wieder einmal die Abschaffung der Begegnungszonen in der Mariahilfer Straße. Er sollte sich lieber einmal die Zeit nehmen, das ÖVP-Wahlprogramm für die Nationalratswahl zu lesen. Dort wird die Begegnungszone als innovatives Verkehrsmodell gelobt und der Ausbau dieses Instruments gefordert. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Aus dem ÖVP-Wahlprogramm

Aus dem ÖVP-Wahlprogramm

Die Neue Mariahilfer Straße funktioniert gut

Die Neue Mariahilfer Straße funktioniert gut

Und allen diejenigen, die sich die Neue Mariahilfer Straße noch nicht selber angeschaut haben, kann ich nur empfehlen, hinzugehen und sich selber davon zu überzeugen, dass die Kampagne der Opposition und mancher Medien nicht stimmt und viele Probleme maßlos aufgeblasen werden.

Verfasst von: ruediger maresch | 2. September 2013

Wiener und Wienerinnen sagen Ja zur Fußgängerzone Mariahilfer Straße

Vor rund zwei Wochen hat die Testphase für eine verkehrsberuhigte Mariahilferstraße begonnen. Wer sich davon selbst ein Bild gemacht hat, konnte sich davon überzeugen, dass die gesetzten Maßnahmen den Lebensraum Mariahilferstraße massiv aufgewertet haben. Zwar gibt es noch einige kleinere Details, die rund um dieses Projekt noch nicht ganz so gut klappen, aber dazu ist eine Testphase ja da. Schwächen und Mängel können dadurch aufgezeigt und in der Folge behoben werden. Daran wird auch bereits gearbeitet.

Viele Menschen - gute Stimmung

Viele Menschen – gute Stimmung

Medial wehte dem Projekt seit Beginn ein Gegenwind entgegen, aber ich bin der Meinung, dass dies massiv aufgebauscht wurde. Man darf auch nicht vergessen, dass die ÖVP von ihren diversen Schmiergeldaktivitäten und ihrem Versagen in der Bildungspolitik abzulenken versucht.
Aber auch dieser Gegenwind wird schwächer. So hat die Kronenzeitung – die man schwerlich als grünes Leibblatt bezeichnen kann – am Sonntag eine Meinungsumfrage veröffentlicht, die ein sehr positives Bild der Meinung der Wienerinnen und Wiener über die neue Mariahilfstrasse zeigt. 64 % sind für eine Fußgängerzone Mariahilfer Straße, nur 28 % wollen den Zustand von früher und rund 65 % fühlen sich auf der neuen Mariahilferstraße wohl.
Und selbst in der Online-Umfrage des Kuriers wollen nur 37 % zum früheren Zustand zurück.

Ich denke, diese Zahlen sprechen für sich. Ein positives Meinungsbild, trotz der heftigen Medienkampagne in den letzten beiden Wochen.
Ich kann allen SkeptikerInnen nur raten, sich die neue Mariahilferstraße einmal mit eigenen Augen anzusehen. Ich bin mir sicher, dass sie danach eine bessere Meinung davon haben werden als jetzt.
Am letzten Samstag waren jedenfalls sowohl Fußgänger- als auch Begegnungszone voller Menschen. Rücksichtslose RadfahrerInnen konnte ich bei meinem Besuch der Mariahilferstraße nicht bemerken. Sie waren alle mit angepasster Geschwindigkeit unterwegs.
Übrigens: In vielen anderen Fuzos in Österreich und Europa ist der Radverkehr auch gestattet. In Graz, Linz, Salzburg, Lienz, Mödling, Wr. Neustadt, am Praterstern, in Kopenhagen, usw. usf. Warum soll das ausgerechnet in Wien nicht funktionieren?

Der neu gewonnene Platz auf der Fahrbahn ermöglicht eine vielfältige Nutzung - hier zum Beispiel eine Breakdance-Vorführung

Der neu gewonnene Platz auf der Fahrbahn ermöglicht eine vielfältige Nutzung – hier zum Beispiel eine Breakdance-Vorführung

Verfasst von: ruediger maresch | 9. Juli 2013

Friendly Food – mehr vegetarisches Essen auf unseren Tellern

“friendly food”, www.friendlyfood.at, ist eine Initiative von Vier Pfoten die vegetarisches Essen fördern will. Klimaschutz, Tierschutz und Gesundheitsförderung soll verbunden werden, so auch das Motto “friendly food - Gut für die Gesundheit, die Tiere und das Klima”.  

GastronomInnen und KonsumentInnen sind gleichermaßen Zielgruppe. Durch Mindeststandards für die Gastronomiebetriebe, Bewerbung der teilnehmenden Betriebe und Infroamtion für KonsumentInnen wird der Markt für hochwertige, fleischärmere od. vegetarisch-vegane Nahrungsangebote gefördert.

Der Fleischkonsum ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten bei uns in Europa immens gestiegen. Allgemein bekannt ist, dass die Ökobilanz von Fleisch im Vergleich zu pflanzlichen Nahrungsmitteln verheerend ist. Fleisch verursacht bei der Produktion ein Vielfaches an Treibhausgasen und verbraucht um ein Vielfaches an Ressourcen (zum Beispiel Wasser) gegenüber der Produktion vegetarischer Nahrungsmittel mit gleichem Nährwert. Aber nicht nur die Ökobilanz ist schlecht, auch für unsere Gesundheit ist der derzeitige Fleischkonsum einfach zu hoch, mehr Gemüse statt Fleisch ist für unsere Gesundheit besser. Und nicht zuletzt heisst mehr vegetarisches Essen weniger Massentierhaltung, weniger Tierleid. Die Grünen unterstützen die Initiative “friendly food”. Wir wollen die Menschen zum Umstieg auf mehr vegetarische Nahrung motivieren ohne dabei die , “Moralkeue”,  “Esst kein Fleisch” zu schwingen.

Der Grüne Bezirk Neubau macht bereits bei der initiative mit, weitere Bezirke werden folgen. Und wir werden auch auf Gemeindeebene alles daran setzen, um den Wienerinnen und Wienern friendly food – gesundes und ökologisches Essen – schmackhaft zu machen.

Links: www.friendlyfood.at

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