Verfasst von: ruediger maresch | 20. Februar 2012

Neue Öffis für die Brigittenau und die Leopoldstadt

Rot-Grün verbessert den Öffentlichen Verkehr im 2. und 20. Bezirk

Ziel ist es, den MIV (Motorisierter Individual-Verkehr) in Wien um rund ein Drittel zu reduzieren, den ÖV-Anteil auf 40% bzw. den Radverkehrsanteil auf 10% zu steigern. Der Anteil des Fußgängerverkehrs soll, vom derzeitigen hohen Niveau ausgehend, noch verbessert werden.“ So steht’s im rotgrünen Regierungsübereinkommen.

Als ersten Schritt haben wir die Jahreskarte auf 365€ gesenkt, um die Öffis attraktiver zu machen. Ökologisch richtiges Verhalten wird ab 1. Mai 2012 ökonomisch belohnt werden. Jetzt folgt der forcierte Ausbau der Öffis. Die Grundlagen sind der Masterplan Verkehr 03/08 und das Regierungsübereinkommen. Wir machen ernst mit der Öffi-Offensive.

Nachdem vor kurzem der Spatenstich für die Verlängerung der Linie 26 erfolgt ist und auch noch die Linien 25 und D verlängert werden, hat die Grüne Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou schon die Planungen für die nächste Ausbaustufe des Wiener Straßenbahnnetzes in Auftrag gegeben.

Das Öffi-Netz auf der Insel wird dichter und attraktiver

Ausbau der Straßenbahnlinie Linie O

Schon lange braucht es eine Verbindung vom Praterstern über die U6 zum Friedrich-Engelsplatz (31, 33 und 2). Mit der Verlängerung der Linie O soll das Stadtentwicklungsgebiet am Nordbahnhof erreicht werden. Die Bebauung des riesigen Geländes mit ca. 10.000 Wohnungen und 20.000 Arbeitsplätzen ist bis 2025 vorgesehen. Hier ist eine leistungsfähige Straßenbahn notwendig, ein Bus wäre hier zu wenig. Auch soll diese Straßenbahn ab 2016 die meist überfüllte Buslinie 11A entlasten. Die erste Phase der Verlängerung der Linie O soll zunächst die Bim in das neue Siedlungsgebiet im Nordbahnhof bringen.

Verlängerung zum Friedrich-Engelsplatz

Leider hat der Bezirksvorsteher der Brigittenau gegen die Verlängerung in den 20. Bezirk Bedenken aus Angst um Parkplätze und mögliche Baumfällungen in der Engerthstraße. So wird der O-Wagen vorerst nur bis zur Innstraße geführt. Für die Verlängerung gibt es noch mehrere Optionen unter anderem auch durch die Engerthstrasse. Dort wäre sicher auch eine Trasse möglich, bei der der Gleiskörper auch für den MIV befahrbar bleibt. Weiters gibt es auch noch den berechtigten Wunsch, das zukünftige Gebiet des Nordwestbahnhofs anzubinden. Hier gilt es in der nächsten Zeit Lösungen zu finden.

Der 5B kommt

Unsere alte Forderung wird endlich umgesetzt. Wir Grüne haben sie lange schon gefordert. Die neue Buslinie wird eine weitere Verbesserung im Öffi-Netz der Brigittenau und der Leopoldstadt sein. Ab Sommer 2012 wird der neue Bus 5B vom Praterstern (U1, U2) über Taborstraße (U2), Obere Augartenstraße, Gaußplatz, Wallensteinplatz und Jägerstraße (U6) nach Heiligenstadt (U4) fahren.

Der Bus 5B ist eine wichtige Querverbindung zwischen 2. und 20. Bezirk. Auch gehören die derzeit viel zu kurzen Betriebszeiten des 80A westlich des Pratersterns der Vergangenheit an, weil der 80A hier durch den 5B ersetzt wird und jener auch noch nach 20 Uhr fahren wird.

Verfasst von: ruediger maresch | 15. Februar 2012

Der Fluglärm über Wien muss weniger werden!

Letzte Woche wurde in der ORF-Sendung “Bürgeranwalt” abermals über das Thema Fluglärm über Wien diskutiert. Diesmal waren die Fluglärm-Vertreter der vier Rathausfraktionen eingeladen worden. Wer sich aus erster Hand über diese Debatte und die Positionen der vier Parteien informieren will, kann das hier machen.

Im Koalitionspakt haben wir festgeschrieben, dass wir mit der österreichischen Flugsicherungsbehörde Austrocontrol (ACG) über verschiedene Verbesserungen in Sachen Fluglärm über Wien verhandeln wollen. Inzwischen gab es auch bereits einige Treffen mit dem Fluglärmsprecher der SPÖ Wien und Vertretern der ACG. Dabei ist bisher eigentlich gar nichts rausgekommen, weil die ACG mauert.

Auch die zuständige Infrastrukturministerin Bures zeigt – obwohl sie in Liesing wohnt und selbst betroffen ist – kein Interesse, die Flugrouten von Liesing und Essling wegzubekommen und die Zahl der Betroffenen zu minimieren. Dabei wäre das für sie bei der ACG ganz leicht möglich.

Gleichzeitig versucht die Flughafen Wien AG sogar die 3.Piste für Schwechat gegen den Widerstand von vielen Bürgerinitiativen durchzusetzen. Auch wenn niemand weiß, woher das Geld (1,5-2 Mrd. Euro) in Zeiten wie diesen kommen soll.
Hier noch einmal unsere konkreten Vorschläge zum Thema Fluglärm über Wien:

Dicht besiedeltes Gebiet (blau) soll umflogen werden (rot)

1) Starts über Liesing

Diese Abflugroute wurde erst 2004 im Zuge des Mediationsverfahrens neu angelegt. Wir wollen, dass diese Abflugroute wieder zurückgenommen wird. Erstens ist sie eine Route über sehr dicht besiedeltes Gebiet und zweitens reichen 3 oder 4 Abflugrouten Richtung Nordwesten (so wie früher) völlig.

2) Nacht-Flugverkehr

Derzeit gibt es kein Nachtflugverbot in Wien, es gibt nur eine Nachtflugregelung, die laut Mediationsvertrag im Falle der Fertigstellung der 3. Piste weniger Flugbewegungen über Wien verspricht. Die derzeitige Nachtflugregelung (insb. über Essling) ist völlig ungenügend. Wir wollen ein echtes Nachtflugverbot.

Gähnende Leere am Flughafen Bratislava - 20 Starts pro Tag

3) Alternative Bratislava

Statt eine 3.Piste am Flughafen Wien zu bauen, soll sich der Flughafen Wien mit dem Flughafen Bratislava zusammentun und die dortige – sehr schwach ausgelastete – Piste nutzen.

4) Regelmäßige Verstöße gegen den Mediationsvertrag

Der Mediationsprozess wurde vom Flughafen Wien durchgeführt, um im Vorfeld des geplanten weiteren Ausbaus des Flughafens die Bürgerinitiativen und politische Parteien ruhig zu stellen. Deshalb haben wir dem Mediationsvertrag auch nicht zugestimmt. Aber nicht einmal dieser Vertrag wird eingehalten.
Im Mediationsvertrag sind die prozentuellen Verteilungen der Anflüge auf den Flughafen Wien festgelegt. Die ACG hält sich nicht daran, die Anflugroute über den Westen Wiens bekommt seit Jahren mehr Anflüge ab, als im sogenannten Mediationsvertrag des Flughafens vereinbart.

5) Verbesserung der Anflugrouten

Sowohl der Einsatz des gekurvten Anflugs als auch des kontinuierlichen Sinkflugs würde vielen Fluglärmbetroffenen Entlastung bringen. Laut ACG sind diese Verfahren entweder noch nicht zugelassen oder bei vielen Flugzeugen noch nicht möglich. Das hören wir bereits seit Jahren. Warum bemüht sich die ACG als zuständige Behörde nicht intensiver darum, dass diese Verfahren auch in Wien-Schwechat üblich werden?

Wir Grüne werden den Fluglärm weiterhin vehement bekämpfen, aber wir wissen auch, dass diese harte Nuss nur zu knacken ist, wenn viele Bürgerinnen und Bürger aktiv werden.

 

Verfasst von: ruediger maresch | 18. Januar 2012

Ja! zur Straßenbahn

„Ziel ist es, den MIV (Motorisierter Individual-Verkehr) in Wien um rund ein Drittel zu reduzieren, den ÖV-Anteil auf 40% bzw. den Radverkehrsanteil auf 10% zu steigern. Der Anteil des Fußgängerverkehrs soll, vom derzeitigen hohen Niveau ausgehend, noch verbessert werden.“ So steht’s im rotgrünen Regierungsübereinkommen. 

Straßenbahnen – die intelligenteste Form der Elektromobilität in der Stadt

Als ersten Schritt haben wir die Jahreskarte auf 365€ gesenkt, um die Öffis attraktiver zu machen. Ökologisch richtiges Verhalten wird ab 1 Mai 2012 ökonomisch belohnt werden.

Jetzt folgt der forcierte Ausbau der Öffis. Die Grundlagen sind der Masterplan Verkehr 03/08 und das Regierungsübereinkommen. Wir machen ernst mit der Öffi-Offensive.

Wir Grüne wollen das Wiener Straßenbahnnetz weiter attraktivieren und damit das Angebot für die Öffi-NutzerInnen verbessern. Die Straßenbahn ist ein leistungsfähiges und zeitgemäßes öffentliches Verkehrsmittel.

Nachdem letzte Woche der Spatenstich für die Verlängerung der Linie 26 erfolgt ist und auch noch die Linien 25 und D verlängert werden, hat die Grüne Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou hat schon die Planungen für die nächste Ausbaustufe des Wiener Straßenbahnnetzes in Auftrag gegeben.

-         Ab 2016 soll die Verlängerung der Linie O vom Praterstern in das Stadtentwicklungsgebiet Nordbahnhof bis zur Bezirksgrenze bei der Innstraße erfolgen.

-         Für die so genannte „Wienerberg-Tangente“ (vom Alten Landgut (U1-Süd) über die Raxstraße und Wienerbergstraße nach Meidling zur U6) wird eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.

-         Für die Verlängerung der Linie 18 („Pratertangente“) wird ebenfalls eine Machbarkeitsstudie erstellt. Dieses Projekt verbindet den Hauptbahnhof, die Stadtentwicklungsgebiete St. Marx und Eurogate, die U3-Station Schlachthausgasse mit der U2-Station Stadion.

-         Schließlich soll auch die Linie D noch weiter bis zur Gudrunstraße verlängert werden.

Verfasst von: ruediger maresch | 15. Dezember 2011

Brief an Frau Ministerin Bures

Die Umweltverträglichkeitsprüfung für die Lobauautobahn – eine Farce?

In den letzten Wochen lag das Projekt der Lobauautobahn (S1 – Schwechat bis Süßenbrunn) im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung zur öffentlichen Auflage in den Standortgemeinden auf.
Wir haben die Unterlagen von Dr. Harald Frey vom Institut für Verkehrsplanung und -technik an der TU Wien prüfen lassen. Das Ergebnis der Studie: Die Verkehrsprognosen stimmen einfach nicht.

Die Prognosen der Asfinag stimmen mit der Realität nicht überein

Wesentliche relevante Teile der Grundannahmen stimmen nicht mit den realen Entwicklungen überein. Einerseits entsprechen die Prognosen über die Entwicklung des Motorisierungsgrads für Wien nicht den aktuellen Trends. Andererseits hat die Asfinag in ihren Modellrechnungen auch nicht die verkehrspolitischen Maßnahmen der rotgrünen Wiener Landesregierung berücksichtigt, die eine Reduktion des motorisierten Individualverkehrs um ein Drittel in Wien zum Ziel haben.

Daraus folgen unrealistische Szenarien. Viele Parameter, die für die Beurteilung der Umweltverträglichkeit des Projekts relevant sind, beruhen aber auf der prognostizierten Verkehrsentwicklung. Sind die Verkehrsprognosen falsch, so stimmen auch die daraus gezogenen Schlüsse nicht. Wir meinen: Die Beurteilung der Umweltverträglichkeit der Lobauautobahn darf nur mit seriösen Zahlen geschehen.

Daher habe ich heute einen Brief an die zuständige Verkehrsministerin Bures geschickt, in dem ich sie von der Studie von Dr. Frey informiert habe. Gleichzeitig habe ich sie aufgefordert, die Asfinag anzuhalten, für die Verkehrsprognose seriöse Zahlen zu verwenden. Denn mit den derzeit vorliegenden Zahlen ist die Umweltverträglichkeitsprüfung für die Lobauautobahn eine reine Farce.

Verfasst von: ruediger maresch | 16. November 2011

Parkpickerl billiger, Kurzparken teurer

Im rotgrünen Koalitionspakt haben wir vereinbart, dass der motorisierte Individualverkehr um ein Drittel gesenkt werden soll. Deshalb setzen wir nun auch entsprechende Maßnahmen.

In Zürich kostet eine Stunde Kurzparken auch 2 Euro.

Mit Anfang März wird eine Stunde Kurzparken 2 Euro kosten. Im Gegenzug dazu wird das Parkpickerl für BewohnerInnen auf 10 Euro/Monat verbilligt. Auch wird es Reduktionen der Pauschalbeträge für Wirtschaftstreibende, Servicebetriebe und Hotels geben.

Natürlich dient auch die vor kurzem beschlossene Verbilligung der Öffi-Tarife dazu, dem Ziel der Reduktion des motorisierten Individualverkehrs in Wien näher zu kommen.

Wir wollen erreichen, dass möglichst alle, die mit dem Auto nach Wien kommen, dieses am besten schon am Stadtrand abstellen und auf das gut ausgebaute Öffi-Netz umsteigen. Natürlich wäre es noch besser, wenn das ÖV-Angebot für die PendlerInnen auch in  Niederösterreich so gut wäre, dass sie erst gar nicht ins Auto steigen müssten. Das liegt aber leider zu einem Gutteil an der niederösterreichischen Landesregierung und deren Politik ist ja leider immer noch recht auotorientiert. Aber wir versuchen natürlich auch hier Überzeugungsarbeit zu leisten.

Diese Maßnahmen dienen natürlich auch dem Klimaschutz und der Feinstaubbekämpfung. Eine Reduktion von Lärm und Abgasen verringern auch die Gesundheitsbelastung der gesamten Bevölkerung.

Im Übrigen entspricht der Preis für eine Stunde Kurzparken nun einem Einzelfahrschein der Wiener Linien. Und man parkt man in Wien damit im Vergleich mit anderen europäischen Städten immer noch recht billig.

Beispiele gefällig? London: 6 Euro, Amsterdam: 5 Euro, Paris: 3,70 Euro, Berlin 2,50 Euro.

Es geht was weiter in der Wiener Verkehrspolitik und das ist gut so.

Verfasst von: ruediger maresch | 11. November 2011

Bürgerinitiativen machen gegen die Lobauautobahn mobil

Die Lobauautobahn, ein Stück Transitkorridor reicht von Süßenbrunn bis Schwechat und ist außer für die Baulobby und den LKW-Transit völlig sinnlos. Eigentlich sollte man meinen, dass in finanziell schwierigen Zeiten solche Abenteuer kein Thema mehr sein können.

Gegen die Steuergeldverschwendung

Für Landeshauptmann Pröll gelten da wohl andere Regeln. Er muss sein Herzensprojekt – die S8-Marchfeldschnellstraße von Gänserndorf nach Aderklaa ja irgendwo einmünden lassen und das kann nicht mitten im Gemüse sein. Er braucht die Strasse als Verbindung im zukünftigen Speckgürtel zwischen Gerasdorf und Großenzersdorf. Das ist ihm schon das Geld der Republik wert – nämlich mehr als 2 Mrd €. Er muss es ja nicht aus seinem Landesbudget bezahlen. Dass Verkehrsministerin Bures dabei mitspielt, ist mir völlig schleierhaft.

Für Wien ist diese Autobahn nicht nur umweltschädlich sondern auch ökonomisch ein Riesenschaden. Geld und Arbeitsplätze werden aus der Stadt in den Speckgürtel fließen und neuen Autoverkehr induzieren. Parallel dazu schrumpft der öffentliche Verkehr.

Die Republik wird sich entscheiden müssen, ob sie das Geld weiter für sinnlose Infrastrukturprojekte ausgibt oder doch besser in Bildung, Wissenschaft, Forschung und in die Gesundheit der Menschen investiert.

Jetzt steht die Umweltverträglichkeitsprüfung an. Die öffentliche Auflage des UVP-Gutachtens dauert noch bis 1.12.2011.
Zwei Bürgerinitiativen sammeln derzeit Unterstützungserklärungen, um im UVP-Verfahren als Bürgerpartei teilnehmen zu können. Deshalb sollten alle, die die Lobauautobahn ablehnen, diese Bürgerinitiativen durch ihre Unterschrift unterstützen und sich damit auch am UVP-Verfahren beteiligen.

Hier die Links zu den beiden Bürgerinitiativen:
BI Rettet die Lobau – Natur statt Beton
BI Marchfeld – Groß Enzersdorf

Verfasst von: ruediger maresch | 13. Oktober 2011

Lobauautobahn wird zum Milliardengrab

Neuer Speckgürtel östlich von Wien schädigt die Wiener Wirtschaft

Gestern hat die Asfinag angekündigt, dass die  Umweltverträglichkeitsprüfung zur Lobauautobahn weitergeht. Vom 13.10. bis 1.12. findet die Öffentliche Auflage der Umweltverträglichkeitserklärung statt.

Unter dem Nationalpark Donauauen darf keine Autobahn gebaut werden

Wir Grüne Wien lehnen die Lobauautobahn aus wirtschaftlichen, verkehrstechnischen und ökologischen Gründen weiterhin strikt ab.
Angesichts der weltweiten Finanzkrise ist der geplante Bau der Lobauautobahn noch viel unsinniger als bisher. In der gestrigen Pressekonferenz der Asfinag wurde bekannt, dass die Asfinag nun schon von Baukosten von über 1,8 Mrd. Euro ausgeht – bisher war von weniger als 1,7 Mrd. Euro die Rede. Sollte die Autobahn tatsächlich gebaut werden, gehe ich davon aus, dass die Kosten schließlich bei drei Mrd. Euro liegen.

Die Asfinag hat bereits jetzt elf Milliarden Euro Schulden, für die der Staat voll haftet. Neben diesem finanziellen Aspekt wirken sich die geplanten Autobahnprojekte S1-Lobauautobahn, S8-Marchfeldschnellstraße und die S1-Spange zum Flugfeld Aspern für den Wirtschaftsstandort Wien negativ aus.

An der Autobahn werden sich EKZs ansiedeln

Das Beispiel der A 5 zeigt, dass neue Autobahnen noch mehr Verkehr in die Stadt schaufeln und der öffentliche Verkehr darunter massiv leidet.  Entlang dieser Schnellstraßen werden in Niederösterreich Einkaufszentren und Fachmärkte aus den Boden schießen und weitere Kaufkraft aus Wien abziehen – wie man bei SCS eindrucksvoll sieht. Bereits die von der Stadt Wien 2003 in Auftrag gegebene strategische Umweltprüfung für den Nordostraum Wien hat dies für die vorliegende Variante der Lobau-Autobahn ergeben. Wortwörtlich wird in dieser Untersuchung von einem weiteren Speckgürtel an der Wiener Landesgrenze gewarnt.

Landeshauptmann Pröll und die Bürgermeister von Aderklaa, Deutsch Wagram, Raasdorf und Groß-Enzersdorf reiben sich jetzt schon die Hände wegen des Abzugs der Kaufkraft aus Wien. Dieser Schaden für die Stadt Wien muss abgewehrt werden.
Der Bau der “Stummelautobahn” von Raasdorf zum Flugfeld Aspern – die S1-Spange Aspern – wird dazu führen, dass einerseits der neue Stadtteil Flugfeld Aspern zu einem riesigen Park & Ride-Parkplatz für die niederösterreichischen PendlerInnen verkommt und andererseits die DonaustädterInnen ganz schnell zu den niederösterreichischen Einkaufszentren fahren können.

Die Plattform sammelt Unterschriften

Doch gegen die Verschwendung von Steuergeld regt sich bereits breiter Widerstand. 28 Organisationen, darunter auch Greenpeace, Global 2000, der WWF und lokale BürgerInneninitiativen haben sich zur Plattform “Zukunft statt Autobahn” zusammengeschlossen. Dort gibt es auch die Möglichkeit eine Petition gegen die Lobauautobahn zu unterzeichnen.

Verfasst von: ruediger maresch | 11. Oktober 2011

Die Jahreskarte für die Wiener Öffis wird billiger

Nach monatelangen Verhandlungen freut es mich sehr, dass wir unser Ziel der Verbilligung der Jahreskarte erreicht haben. Sie wird ab 1. Mai nur mehr 365,- Euro für 365 Tage kosten.

Nähere Infos zu der neuen Regelung, die mehr Leute zum Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel animieren soll, finden sich auf der Grünen Homepage.

 Ein schöner Beweis für die Grüne Durchsetzungsfähigkeit!

Verfasst von: ruediger maresch | 28. September 2011

Tempo 30 – Es geht um die Verkehrssicherheit

Tempo 30 in allen Wohngebieten in Wien wird Realität

Wien ist eine der verkehrssichersten Städte Europas – nicht zuletzt die massive Ausweitung von Tempo 30 – Zonen in den letzten Jahren hat dazu geführt. Die Gewährleistung der Verkehrssicherheit hat für uns oberste Priorität. Jede/r Verletzte oder Tote/r im Straßenverkehr ist eine/r zu viel! Das wird doch wohl ein jede/r einsehen.

Tempo-30-Zonen sind ein wichtiger Beitrag zur Verkehrsberuhigung und zur weiteren Erhöhung der Verkehrssicherheit. Bereits im Verkehrskonzept der Stadt Wien aus dem Jahr 2003 (also noch unter einer SPÖ-Alleinregierung) hat sich die Stadt Wien zum Ziel gesetzt, alle Wohngebiete Wiens zu Tempo-30-Zonen zu machen. Von der Regelung ausgenommen sind Straßen mit erhöhter Verkehrsbedeutung (Autobahnen, Schnellstraßen, Bundesstraßen und Hauptstraßen, das sind ca. 25% des Wiener Straßennetzes). Genau das steht nun wieder im rotgrünen Koalitionspapier drinnen und ist damit keine echte Neuerung. Weit mehr als die Hälfte der Wohngebiete sind bereits jetzt Tempo 30 – Zonen.

Tempo 30 für den Autoverkehr bringt viele Vorteile

  • Die Geschwindigkeit der Fahrzeuge in diesen Zonen ist deutlich geringer. Dies trägt zu einer reduzierten Belastung der Anrainerinnen und Anrainer in den Wohngebieten bei und erhöht die Verkehrssicherheit (zum Beispiel Reduzierung des Anhalteweges von 40 Metern bei 50 Stundenkilometern, auf 18 Metern bei 30 Stundenkilometern).
  • Untersuchungen haben ergeben, dass die Geschwindigkeiten um zirka acht Prozent reduziert wurden. In Tempo-30-Zonen zeigt sich eine Verringerung der Unfälle mit Personenschäden und eine Reduzierung der Unfallschwere. Selbst wenn sich nicht alle AutofahrerInnen vollständig an Tempo 30 halten.
  • Weiters bietet das geringere Geschwindigkeitsniveau günstige Voraussetzungen für sicheres Radfahren im Mischverkehr.
  • Nicht zuletzt ist bei geringeren Geschwindigkeiten auch das Abrollgeräusch der Räder geringer, was zu einer Verringerung der Lärmbelastung von AnrainerInnen führt (- 1,4 dB).
  • Geringerer Stickoxid-Ausstoß.

Auf die Gesamtreisezeit wirken sich Tempo 30 – Zonen in Wohngebieten zeitlich nur geringfügig aus. Deswegen sehen wir auch keinen großen Nachteil für  AutofahrerInnen.
Die Lebensqualität der AnrainerInnen wird allerdings beträchtlich erhöht.

Verfasst von: ruediger maresch | 22. September 2011

Heute ist Autofreier Tag!

Der Autofreie Tag ist ein enorm wichtiges Signal und die weltweit größte Kampagne für sanfte Mobilität. In der Europäischen Mobilitätswoche und am Autofreien Tag können die WienerInnen die Vorzüge einer autofreien Umwelt erleben. Zu Fuß gehen, Radfahren und Öffentliche Verkehrsmittel werden als leistungsfähige Alternative zum Auto präsentiert. Der Autofreie Tag ist auch ein wichtiges Symbol der neuen Grünen Verkehrspolitik in Wien, die der sanfter Mobilität in der Stadt mehr Platz einräumen wird, als dies in den letzten Jahren der Fall war.

Wir wollen, und so steht es auch im rotgrünen Koalitionspakt, in Wien erreichen: eine Reduktion des motorisierten Individualverkehrs um ein Drittel, die Steigerung des Anteils des öffentlichen Verkehrs auf 40 Prozent aller zurückgelegten Wege und eine Verdopplung des Radverkehrsanteils auf 10 Prozent bis 2015. Um dies zu erreichen, fördern die Grünen die sanfte Mobilität ganz massiv. Zu Fuß gehen wird attraktiver werden, das Radverkehrsnetz wird ausgebaut werden und der Öffentliche Verkehr wird vor allem durch neue Tramlinien und dichtere S-Bahn-Intervalle
leistungsfähiger.

Heute gilt bei den Wiener Linien der Einzelfahrschein als Tageskarte!

Wir freuen uns, dass es dieses Jahr wieder Aktionen von ÖBB und Wiener Linien gibt, dass es im Bereich Car-Sharing und Hybridtaxis Alternativen zum privaten Autobesitz aufgezeigt werden. Die Aktion “Rasen am Ring” der Plattform “Autofreiestadt.at“, die heuer bereits zum 5. mal stattfindet, ist ein besonders anschauliches Beispiel dafür, welche Aufwertung der öffentliche Raum erfahren kann, wenn er vom Autoverkehr befreit wird. Ich freu mich schon heute am Nachmittag einmal am Ring im Rasen sitzen zu können!

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